Frauen sehen eine Menge mehr

In den Jahrzehnte andauernden Bürgerkriegen in Sierra Leone und Liberia wurden zahllose Mädchen entführt, vergewaltigt und zwangsrekrutiert. Andere schlossen sich auf der Suche nach Schutz freiwillig den Truppen an. Alle wurden als Soldatinnen, Sexsklavinnen und Arbeiterinnen missbraucht. Die, die Überlebten, wurden mit ihren „Rebellen-Babies von der Bevölkerung und teilweise auch von den eigenen Eltern zumeist abgelehnt und stigmatisiert.

Anita Jackson wurde in Liberia geboren und ging im Krieg freiwillig zur Sierra Leonian Army, für die sie heute als Krankenschwester arbeitet. Chris Conteh wurde von der Revolutionary United Front in Sierra Leone entführt und zum Kampf gezwungen. Jetzt holt sie die Schule nach. Mahade Pako entführte die ULIMO aus Liberia. Sie zog 2000 nach Sierra Leone, wo sie versucht als Friseurin zu arbeiten.

Ihr Kind lebt bei einer Tante. Die drei Frauen kommen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen. Sie hatten verschiedene Rollen im Kriegsgeschehen und befinden sich heute, nach den Kriegen, auch in unterschiedlichen Lebensverhältnissen. Jede geht anders mit der Bewältigung ihrer Kriegserlebnisse um. Sie alle erzählen ihre Geschichte schonungslos offen und eindringlich.

Frauen sehen eine Menge ist ein Film, der durch die ungewöhnliche Tonebene, Zeichentrickanimationen, Spielszenen und die starke Persönlichkeit der Protagonistinnen gängige Dokumentarfilmformen herausfordert. Originaltitel: Woman See Lot Of Things



Gelöscht



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