Waren Sojabohnensprossen wirklich die EHEC-Quelle? (05.12.2011 WDR5)

Ein Schock mit Langzeitwirkung? Genau ein halbes Jahr ist es her, dass die Nachrichten meldeten, auf den gezüchteten Sprossen des Gärtnerhofes in Bienenbüttel in Niedersachsen seien EHEC-Keime festgestellt worden. Und damit sollte endlich die Infektionsquelle für das aggressive Darmbakterium gefunden sein, an dem etliche Menschen in den Wochen zuvor erkrankt oder sogar gestorben waren.

Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis Bienenbüttel von aufgeregten Journalisten, Übertragungswagen, Hubschraubern, Kameras und neugierigen Besuchern aus den Nähten platzte. Dass die Reporter jegliche Grenzen überschritten, lässt sich mit einiger Phantasie ausmalen. Sie kamen von überall, und ihre Fragen und Kommentare überstiegen jedes Maß.

Und abgesehen von dem wirtschaftlichen Schaden, mit dem der “unschuldige” Betrieb seitdem selbst fertig werden muss, lässt sich auch eine Beschädigung im Innern der Gärtner konstatieren, die mit Verdächtigungen, Schuldgefühlen und Existenzängsten zu kämpfen hatten und haben.

Das Lebensgefühl von Uta Kaltenbach und Klaus Verbeck hat sich nachhaltig verändert. Michael Hollenbach hat den Gärtnerhof Bienenbüttel besucht. Ein halbes Jahr nach der EHEC Hystrie versucht dieser Radiobeitrag zu klären, ob der Gärtnerhof Bienenbüttel wirklich die Quelle des Erregers war.

Schock mit Langzeitwirkung | Waren Sojabohnensprossen wirklich die EHEC-Quelle? (05.12.2011)
Autor/in: Michael Hollenbach, Redaktion: Gundi Große, Moderation: Tanja Busse, Quellen: WDR5
http://wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/s/d/05.12.2011-10.05/b/schock-mit-langzeitwirkung.html

Waren Sojabohnensprossen wirklich die EHEC-Quelle? (05.12.2011 WDR5)

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